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Digitale Lichtsteuerung · Standalone oder vernetzt

DALI-Lichtsteuerung. Eigenständig oder vernetzt.

DALI-Programmierung: Standalone-Lichtsteuerung, DALI-2, Gateways, Visualisierung und Betreuung bestehender Beleuchtungsanlagen.

Licht nach Bedarf

Erfassen. Regeln. Beleuchten.

Dreiteilige Illustration mit einem Sensor über jedem Arbeitsplatz: links ein unbesetztes Büro mit ausgeschaltetem Kunstlicht, in der Mitte die Steuerung, rechts zwei besetzte Arbeitsplätze mit gedimmter Fensterzone und hellerem Licht im Rauminneren
Schematische Darstellung einer Präsenz- und Tageslichtsteuerung. Keine Installationszeichnung; Nachlaufzeiten und Regelverhalten werden projektspezifisch festgelegt.
  1. 1 · UnbesetztNach Ablauf der eingestellten Nachlaufzeit ist das Kunstlicht ausgeschaltet.
  2. 2 · Bedarf auswertenDie Steuerung verarbeitet Präsenz, Helligkeit und manuelle Bedienung.
  3. 3 · BesetztJeder Arbeitsplatz wird erfasst. Am Fenster ist das Kunstlicht stärker gedimmt als im Rauminneren.

Zwei Wege zur passenden Lichtsteuerung.

DALI als Standalone-System

Eigenständig betreiben – ohne übergeordnetes Steuerungssystem.

Die Lichtlogik liegt im DALI-System. Eine passende Busversorgung gehört dazu und kann im Controller integriert sein.

DALI über ein Gateway einbinden

Mit anderen Gewerken und zentralen Gebäudefunktionen vernetzen.

Das Gateway übersetzt zwischen den Systemen. Sensorik, Bedienung und Logik werden nach dem gewählten Systemkonzept zugeordnet.

64 Betriebsgeräte je Segment. Zwei passend ausgelegte DALI-Ausgänge ermöglichen insgesamt bis zu 128 Betriebsgeräte auf zwei getrennten Segmenten.

Versorgung und Steuerung getrennt denken.

Konventionell geschaltet

Die Gruppierung ergibt sich aus der Verdrahtung der Schaltkreise.

Schalter / RelaisGeschaltete VersorgungLeuchtengruppe

DALI

Die Betriebsgeräte erhalten Dauerversorgung und digitale Befehle über zwei zusätzliche Steueradern.

DauerversorgungBetriebsgerät / Leuchte
Controller / Gateway2 DALI-SteueradernBetriebsgerät

DALI-Bus: typisch 16 V. Die separate Netzversorgung der Betriebsgeräte erfolgt häufig mit 230 V AC; entscheidend sind deren Geräteangaben. Der DALI-Bus liefert die Kommunikation, nicht die Lichtleistung.

Vereinfachter Funktionsvergleich für netzversorgte Beleuchtung. Typisch: L, N und gegebenenfalls PE plus zwei DALI-Adern; gemeinsame fünfadrige Leitungsführung bei geeigneter Auslegung möglich. Keine Anschluss- oder Stromlaufpläne.

Was ist DALI – und welchen Nutzen hat das System?

DALI steht für Digital Addressable Lighting Interface. Das in der Normenreihe IEC 62386 beschriebene Kommunikationsprotokoll wurde speziell für die digitale Beleuchtungssteuerung entwickelt. Es verbindet Steuergeräte und geeignete Betriebsgeräte, zum Beispiel die LED-Treiber in Leuchten. Licht lässt sich einzeln, in Gruppen oder gemeinsam ansteuern; Betriebszustände können zurückgemeldet werden. DALI-Grundlagen der DALI Alliance

Für Betreiber bedeutet das: Beleuchtung kann sich an Nutzung, Tageslicht und Abläufe anpassen. Büroflächen benötigen eine andere Regelung als Lagergänge, Besprechungsräume oder Hotelbereiche. Eine passend projektierte Anlage verbindet einfache Bedienung mit bedarfsgerechtem Energieeinsatz und nachvollziehbaren Zustandsmeldungen.

DALI eigenständig betreiben oder über ein Gateway vernetzen

Standalone: eine vollständige, eigenständige Lichtsteuerung

Eine DALI-Anlage kann als eigenständiges System arbeiten. Ein Applikationscontroller verarbeitet beispielsweise Informationen von Präsenz- und Helligkeitssensoren sowie Bedieneingaben und steuert die Betriebsgeräte. Die erforderliche DALI-Busversorgung kann im Controller integriert oder separat ausgeführt sein. Eine übergeordnete Gebäudeautomation ist dafür nicht erforderlich. Die notwendigen Aufgaben dieser Komponenten beschreibt die DALI Alliance im Systemüberblick.

Für die direkte Bedienung stehen DALI-Taster und Tasterkoppler zur Verfügung. DALI-2-Bewegungs- und Präsenzmelder erfassen die Nutzung; Helligkeitssensoren liefern die Grundlage für eine Konstantlichtregelung. Die Eingaben werden vom passenden Applikationscontroller verarbeitet. Geräte mit integrierter Steuerlogik können mehrere dieser Aufgaben kombinieren. DALI-Sensoren und Bedienelemente

Eine solche Lösung kommt beispielsweise für einzelne Räume, abgegrenzte Mietbereiche oder eine reine Beleuchtungsmodernisierung infrage. Entscheidend sind der Funktionsumfang des Controllers und die dazu passenden Sensoren und Bedienelemente. Auch ein eigenständiges DALI-System benötigt eine abgestimmte Inbetriebnahme und Parametrierung.

Vernetzt: DALI an übergeordnete Steuerungssysteme anbinden

Ein Gateway verbindet DALI mit einer anderen Steuerung. Über ein passendes Gateway kommen Bedienbefehle beispielsweise von Bedienelementen, einer Visualisierung oder zentralen Gebäudefunktionen. Das Gateway setzt sie in DALI-Befehle um und kann unterstützte Rückmeldungen an das übergeordnete Steuerungssystem weitergeben. So lässt sich die Beleuchtung mit Beschattung, Raumnutzung und weiteren Gewerken abstimmen.

Auch die Anbindung an andere übergeordnete Steuerungen ist mit passenden Schnittstellen möglich. Welche Datenpunkte und Funktionen tatsächlich zur Verfügung stehen, hängt vom jeweiligen Gateway und den angeschlossenen Geräten ab. Nicht jedes Gateway unterstützt sämtliche DALI-2-Sensoren, Farbsteuerungen oder Diagnosedaten.

Wo Präsenzlogik, Tageslichtregelung und Zeitprogramme ausgeführt werden, legen wir bewusst fest: im DALI-Controller, im Gateway oder in der übergeordneten Steuerung. Auch das Verhalten bei Kommunikationsausfall wird projektspezifisch abgestimmt. Eine lokale Bedienbarkeit trotz Ausfalls anderer Systeme ergibt sich nicht automatisch aus dem Einsatz von DALI.

Einzeladressen, Gruppen und Szenen: Licht passend zur Nutzung

DALI erlaubt die gezielte Ansteuerung einzelner Betriebsgeräte, von Gruppen oder aller Betriebsgeräte eines Segments per Broadcast. Gruppen bilden etwa Fensterzonen, Arbeitsbereiche oder Verkehrsflächen ab. In Szenen werden vorgegebene Lichtzustände hinterlegt – beispielsweise für Besprechung, Präsentation oder Reinigung. Jedes Betriebsgerät kann 16 DALI-Szenen speichern. Die konkrete Bedienung und zusätzliche übergeordnete Szenen hängen vom Steuerungssystem ab. Funktionen und Szenen bei der DALI Alliance

Beispiel Büro: Ein Präsenzsensor meldet die Raumnutzung. Ein Helligkeitssensor liefert den Istwert für die Tageslichtregelung. Die Steuerung passt die künstliche Beleuchtung zonenweise an und berücksichtigt dabei die vereinbarte manuelle Bedienung. Sensorposition, Sollwerte, Nachlaufzeiten und Übergänge müssen zur tatsächlichen Nutzung passen.

Beispiel Logistik: Für ungenutzte Bereiche kann ein abgestimmtes Grundlicht vorgesehen werden. Bei Nutzung wird die betreffende Zone auf das erforderliche Arbeitsniveau angehoben. Erfassungsbereiche und Übergänge werden so geplant, dass die Beleuchtung zum Verkehrs- und Betriebskonzept passt.

Komfortabel bedienen und wirtschaftlich umsetzen

Mit passenden Komponenten lässt sich über DALI eine komfortable und vergleichsweise kostengünstige Beleuchtungssteuerung umsetzen. Die gemeinsame Steuerleitung, flexibel zugeordnete Lichtgruppen und direkte DALI-Bedienelemente können den Aufwand für zusätzliche Schaltwege und Schnittstellen reduzieren. Für eine eigenständige Anlage ist keine zusätzliche übergeordnete Steuerung erforderlich. Ob diese Variante wirtschaftlicher ist, beurteilen wir anhand der Funktionen und der vorhandenen Installation.

Für die Nutzer bleiben Schalten, Dimmen und Szenen einfach bedienbar. Präsenz- und Konstantlichtregelungen übernehmen die automatische Anpassung, ohne dass auf einen abgestimmten manuellen Eingriff verzichtet werden muss.

Energieeinsparungen entstehen durch das Zusammenspiel aus Leuchten, Sensorik, Regelung und Nutzungsprofil. Eine feste Einsparquote lässt sich aus der Bezeichnung „DALI“ allein nicht ableiten.

DALI-Verkabelung: Dauerversorgung plus zwei Steueradern

Bei einer konventionell geschalteten Beleuchtung wird die Versorgung einer Leuchte oder einer fest verdrahteten Leuchtengruppe geschaltet. Soll eine weitere Gruppe unabhängig bedient werden, ist dafür typischerweise ein zusätzlicher Schaltweg erforderlich.

Bei DALI bleiben die Betriebsgeräte für den normalen Steuerbetrieb an der Dauerversorgung. Zwei zusätzliche Steueradern übertragen die digitalen Befehle zum Schalten und Dimmen sowie die Rückmeldungen. Lichtgruppen entstehen durch die Parametrierung und müssen innerhalb eines geeigneten Segments nicht durch getrennte geschaltete Leiter gebildet werden. Das erleichtert spätere Anpassungen, etwa wenn sich die Nutzung einer Bürofläche ändert.

Die drei Leiter der typischen 230-V-Versorgung (L, N und gegebenenfalls PE) und die beiden DALI-Adern lassen sich bei geeigneter Leitungs- und Geräteauswahl gemeinsam in einer fünfadrigen Leitung führen. Das bedeutet nicht, dass jede vorhandene fünfadrige Leitung automatisch geeignet ist. Stromkreisaufteilung, Isolation, Leitungslängen, Schutzmaßnahmen und Herstellervorgaben bleiben Teil der elektrotechnischen Planung. DALI Alliance zur gemeinsamen Leitungsführung

„Licht aus“ bedeutet im DALI-Steuerbetrieb nicht automatisch „spannungsfrei“: Die Leuchte wird über einen Busbefehl ausgeschaltet, während ihr Betriebsgerät versorgt bleibt. Ein gegebenenfalls gewünschtes Abschalten der Versorgung wird gesondert geplant.

Weniger netzseitige Schaltvorgänge – Einschaltströme trotzdem berücksichtigen

LED-Betriebsgeräte können beim Zuschalten der Netzversorgung kurzzeitig hohe Einschaltströme aufnehmen. Bei dauerhaft versorgten DALI-Betriebsgeräten wird das Licht im Alltag über Steuerbefehle ein- und ausgeschaltet. Die Netzversorgung muss dafür nicht jedes Mal neu zugeschaltet werden. Dadurch werden wiederkehrende netzseitige Einschaltstromspitzen und die Beanspruchung entsprechender Schaltkontakte vermieden. DALI selbst ist jedoch kein Einschaltstrombegrenzer.

Beim erstmaligen Einschalten der Versorgung oder nach einem Netzausfall bleibt der Einschaltstrom der Betriebsgeräte relevant. Das gilt auch, wenn die Versorgung zur Verringerung von Standby-Verlusten zeitweise abgeschaltet wird. Für die Auswahl der Leitungsschutzschalter und die zulässige Anzahl der Betriebsgeräte je Stromkreis berücksichtigen wir deshalb die Herstellerangaben zu Stromspitze, Impulsdauer und maximaler Gerätezahl am jeweiligen Schutzschalter. Die Anschlussleistung allein reicht für diese Beurteilung nicht aus.

Ein Beispiel für solche Angaben enthält das Tridonic-Datenblatt, Abschnitt „Maximum loading of automatic circuit breakers in relation to inrush current“. Die angegebenen Werte gelten für das jeweilige Betriebsgerät. Eine andere Auslösecharakteristik wird nicht pauschal gewählt, sondern muss zu Leitungsanlage und Schutzbedingungen passen.

Aufbau und technische Systemgrenzen einer DALI-Anlage

Die folgenden Eckdaten beziehen sich auf ein klassisches, leitungsgebundenes DALI-Segment:

  • Adressierung: bis zu 64 Betriebsgeräte, etwa LED-Treiber. Bei DALI-2 sind zusätzlich bis zu 64 Steuergeräte adressierbar. Die tatsächliche Auslegung berücksichtigt Busstrom und Controllergrenzen.
  • Kommunikation: zwei Adern übertragen Daten und die Versorgung für die Buskommunikation. Die Leistungsversorgung der Leuchten erfolgt gesondert; der DALI-Bus versorgt nicht deren Lichtleistung.
  • DALI-Betriebsspannung: typischerweise 16 V am Bus. Diese Busspannung dient der Kommunikation und der Versorgung dafür ausgelegter Busgeräte, nicht der Lichtleistung der Leuchten. Die Summe der maximalen Bus-Versorgungsströme darf 250 mA nicht überschreiten.
  • Netzversorgung der Betriebsgeräte: bei vielen Anwendungen 230 V AC als Dauerversorgung. Maßgeblich ist immer der zulässige Spannungsbereich des eingesetzten Betriebsgeräts. Busspannung und Netzversorgung sind unterschiedliche Stromkreise.
  • Entfernung: maximal 300 m zwischen den am weitesten voneinander entfernten Geräten; Querschnitt, Spannungsfall und Herstellerangaben sind bei der Auslegung zu beachten.

Grundlagen: DALI-Systeme und Komponenten, DALI Quick Start Guide.

64 oder 128 Betriebsgeräte – worauf bezieht sich die Angabe?

Pro DALI-Segment lassen sich bis zu 64 Betriebsgeräte einzeln adressieren. Ein Controller oder Gateway mit zwei entsprechend ausgelegten, getrennten DALI-Ausgängen kann somit insgesamt bis zu 128 Betriebsgeräte auf zwei Segmenten verwalten. Größere Systeme bestehen aus weiteren Segmenten. Welche Gesamtzahl erreichbar ist, richtet sich nach dem ausgewählten Gerät und seiner Auslegung. Ein Herstellerbeispiel für zwei getrennte DALI-Systeme beschreibt Gira beim DALI-Gateway Colour.

Die bei DALI-2 zusätzlich möglichen Steuergeräte, beispielsweise Sensoren und Taster, bilden einen eigenen Adressbereich. Sie erhöhen die Zahl der einzeln adressierbaren Betriebsgeräte eines Segments nicht auf 128.

64 Betriebsgeräte sind nicht automatisch 64 Leuchten. Eine Leuchte kann mehrere adressierbare Betriebsgeräte enthalten; umgekehrt kann ein Treiber mehrere Lichtquellen gemeinsam versorgen. Deshalb planen wir anhand der tatsächlichen Treiber und Adressen. Größere Anlagen werden auf mehrere Segmente mit passenden Controllern oder Gateway-Ausgängen aufgeteilt.

Für die spätere Betreuung sind eindeutige Bezeichnungen, die Zuordnung zu Räumen und Stromkreisen sowie dokumentierte Gruppen und Szenen wesentlich. Auch Reserven, Austauschverfahren und die Auswirkungen eines Segmentausfalls gehören in die Planung.

DALI-2, DT8 und D4i: Was steckt dahinter?

DALI-2: geprüfte Zusammenarbeit der Komponenten

DALI-2 bezeichnet das Zertifizierungsprogramm der DALI Alliance mit unabhängig überprüften Testergebnissen. Es umfasst neben Betriebsgeräten auch Steuergeräte wie Sensoren und Applikationscontroller. Die Zertifizierung verbessert die Grundlage für die Zusammenarbeit von Produkten verschiedener Hersteller; den passenden Funktionsumfang müssen wir trotzdem auswählen. Zertifizierte Komponenten lassen sich in der Produktdatenbank prüfen. Hintergrund zur DALI-2-Zertifizierung

DALI Version 1 und DALI-2 im Vergleich

DALI-2 erweitert die standardisierte Systembasis und die Produktprüfung. Schon mit DALI Version 1 ließen sich Leuchten adressieren, dimmen und in Gruppen oder Szenen bedienen.

DALI Version 1

  • Standardumfang: Betriebsgeräte wie LED-Treiber und Vorschaltgeräte.
  • Bedienung und Sensorik: Taster, Sensoren und Controller waren herstellerspezifisch gelöst.
  • Prüfung: Registrierung auf Basis der vom Hersteller erklärten Tests.

DALI-2

  • Standardumfang: Zusätzlich Steuergeräte wie Taster, Sensoren und Controller.
  • Zusammenspiel: Standardisierte Funktionen verbessern die Zusammenarbeit verschiedener Hersteller.
  • Prüfung: Umfangreichere Tests mit Überprüfung der Ergebnisse durch die DALI Alliance.

Für Bestandsanlagen: DALI-2-Betriebsgeräte sind für die Rückwärtskompatibilität ausgelegt. Ältere, erfolgreich getestete DALI-Betriebsgeräte können grundsätzlich mit DALI-2-Controllern zusammenarbeiten, erhalten dadurch aber keine neuen Gerätefunktionen. Bei älteren Sensoren und Controllern muss die konkrete Kompatibilität geklärt werden.

DALI-2 bedeutet nicht 128 Betriebsgeräte auf einer Leitung. Es bleibt bei bis zu 64 adressierbaren Betriebsgeräten pro Segment; Steuergeräte haben einen separaten Adressbereich. Auch die Anforderungen an Leitung und Schutzkonzept sind gesondert zu beachten.

Für Erweiterungen prüfen wir vorhandene Komponenten und gewünschte Funktionen gemeinsam, statt eine funktionierende Bestandsanlage pauschal zu ersetzen. Fachgrundlage: DALI Alliance – DALI-2 im Vergleich zu DALI Version 1.

DT6 und DT8: Dimmen und Lichtfarbe unterscheiden

DT6 beschreibt LED-Betriebsgeräte nach IEC 62386-207. Für die Farbsteuerung steht DT8 nach IEC 62386-209. Je nach unterstützter Farbart ermöglicht DT8 beispielsweise Tunable White, also einstellbare Farbtemperatur, oder die Ansteuerung farbigen Lichts. Bei geeigneten DT8-Treibern lassen sich mehrere Ausgänge über eine DALI-Kurzadresse koordinieren. Ein DT8-Gerät unterstützt nicht automatisch jede Farbart; Leuchte, Treiber und Controller müssen zusammenpassen. Gerätetypen DT6 und DT8, DALI-Farbsteuerung

D4i: zusätzliche Daten aus der Leuchte

D4i erweitert die DALI-2-Zertifizierung um definierte Anforderungen für intelligente Leuchten. Entsprechende Treiber stellen unter anderem standardisierte Leuchten-, Energie- und Diagnosedaten bereit. Ob diese Informationen in der Bedienoberfläche nutzbar sind, hängt auch von Controller, Gateway und Auswertung ab. D4i ist deshalb eine gezielte Geräteentscheidung und kein automatisch vorhandenes Merkmal jeder DALI-Anlage. D4i im Überblick

DALI-Planung, Programmierung und Inbetriebnahme mit Systega

Wir stimmen das Beleuchtungskonzept mit Ihrem Elektrobetrieb, den beteiligten Planern und den Anforderungen des Betreibers ab. Aus den gewünschten Funktionen entwickeln wir eine nachvollziehbare Umsetzung – als eigenständige Lichtsteuerung oder als Teil der Gebäudeautomation.

Je nach vereinbartem Umfang übernehmen wir:

  • Klärung von Bedienung, Sensorik, Lichtgruppen, Szenen und Schnittstellen
  • Abstimmung von Segmentierung, Adressbedarf und geeigneten Betriebsgeräten
  • Adressierung, Zuordnung und Parametrierung der DALI-Komponenten
  • Einbindung über passende Gateways in übergeordnete Steuerungssysteme
  • Abstimmung von Tageslichtregelung, Präsenzfunktionen und manuellem Eingriff
  • Funktionsprüfung, dokumentierte Übergabe und Unterstützung bei Erweiterungen

Mehr zu unserer Systemintegration und Programmierung, zur Visualisierung.

Beispiel aus der Praxis

Wir haben in zahlreichen Projekten bereits tausende DALI-Betriebsgeräte in Betrieb genommen. Ein Beispiel dafür ist der Neubau der Firmenzentrale eines Lebensmitteldiscounters: Allein in diesem Projekt haben wir über 4.000 DALI-Leuchten in Betrieb genommen. Die Beleuchtung wird über zahlreiche einzelne Konstantlichtregelungen gesteuert. Dabei wird das Kunstlicht anhand der gemessenen Helligkeit an den jeweils eingestellten Sollwert angepasst.

Solche Projekte zeigen, wie wichtig eine durchgängige Struktur ist: Leuchten, Räume, Regelbereiche und die zugehörigen Adressen müssen eindeutig zugeordnet und dokumentiert sein. Unsere Erfahrung hilft uns, auch umfangreiche Anlagen übersichtlich aufzubauen und für die weitere Betreuung vorzubereiten.

Leuchtentausch: kurze Abstimmung statt zusätzlicher Anfahrt

Eine DALI-Anlage muss beim Austausch einer Leuchte nicht automatisch einen zusätzlichen Vor-Ort-Einsatz des Systemintegrators erfordern. Wir strukturieren und dokumentieren die Anlage so, dass die betroffene Leuchte eindeutig identifiziert werden kann.

Nach dem fachgerechten Austausch meldet uns der Techniker, welche Leuchte ersetzt wurde. Über den eingerichteten und freigegebenen Fernzugriff können wir das neue Betriebsgerät einlesen, zuordnen und die vorgesehenen Einstellungen wiederherstellen. Bei einem kompatiblen Ersatzgerät und vorbereitetem Fernzugriff lässt sich diese Inbetriebnahme häufig innerhalb weniger Minuten erledigen.

So bleibt der Aufwand für den Kunden gering: Eine zusätzliche Anfahrt zur Parametrierung kann entfallen, und die bestehende Struktur bleibt erhalten. Den elektrischen Austausch und die Kontrolle der Funktion vor Ort übernimmt weiterhin die ausführende Elektrofachkraft.

Häufige Fragen zu DALI

Braucht DALI ein übergeordnetes Steuerungssystem?

Nein. Mit geeignetem DALI-Controller, Busversorgung, Betriebsgeräten und passender Bedienung lässt sich eine eigenständige Lichtsteuerung aufbauen. Ein Gateway ergänzt bei Bedarf die Anbindung an ein übergeordnetes Steuerungssystem.

Kann ich vorhandene Leuchten weiterverwenden?

Voraussetzung für die direkte Ansteuerung einer Leuchte über DALI ist ein Betriebsgerät mit DALI-Eingang – bei LED-Leuchten ein geeigneter LED-Treiber, bei anderen Leuchtmitteln ein entsprechendes Vorschaltgerät. Wurde die Leuchte bisher nur geschaltet oder beispielsweise über 1–10 V beziehungsweise 0–10 V gedimmt und besitzt ihr Betriebsgerät keinen DALI-Eingang, muss dieses für die direkte DALI-Ansteuerung durch ein passendes DALI-Betriebsgerät ersetzt werden.

Ob die vorhandene Leuchte dafür geeignet ist, prüfen wir anhand ihrer Bauart und der Herstellerangaben. Das neue Betriebsgerät muss elektrisch und thermisch zum Leuchtmittel passen; auch Einbauraum, Anschluss und die erforderliche DALI-Steuerleitung werden berücksichtigt. Ein Gerätetausch allein reicht deshalb nicht in jedem Fall aus.

Muss für jeden Leuchtentausch ein zusätzlicher Techniker anreisen?

Für die elektrische Arbeit ist eine Elektrofachkraft vor Ort erforderlich. Die anschließende Einbindung des Ersatzgeräts können wir bei entsprechend vorbereiteter Anlage häufig per Fernzugriff übernehmen. Der Techniker nennt uns die eindeutig dokumentierte Leuchte; wir kümmern uns um die Zuordnung und Parametrierung. Bei passenden Geräten und eingerichtetem Zugang dauert das häufig nur wenige Minuten.

Lassen sich Störungen und Energieverbräuche anzeigen?

DALI unterstützt Statusabfragen und Fehlermeldungen. Welche Meldungen angezeigt werden und ob Energiedaten vorliegen, hängt von den Betriebsgeräten sowie der gesamten Auswertekette ab. Eine Rückmeldung „Leuchte eingeschaltet“ ersetzt keine Messung der tatsächlich erreichten Beleuchtungsstärke.

Kann DALI auch Notbeleuchtung einbinden?

Für geeignete Einzelbatterie-Notlichtbetriebsgeräte gibt es DALI Emergency beziehungsweise DALI-2 Emergency nach IEC 62386-202 (DT1). Das ermöglicht unter anderem Funktions- und Betriebsdauertests sowie die Abfrage von Ergebnissen. Planung, Prüforganisation und die Einbindung in ein Sicherheitsbeleuchtungskonzept müssen gesondert abgestimmt werden. DALI Emergency

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